Eine Auswahl an Landschaftsbildern der letzten Jahre.


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Pastell, 65x22cm
Das Pastell ist die große Leidenschaft von Andreas Bruchhäuser.
Kein Pinsel, kein Wischer sind nötig,
allein die in Stifte gepreßten Pigmente werden direkt, und zwar mit der Hand auf dem Papier verarbeitet.Sein neues Domizil hat Andreas Bruchhäuser hoch über dem Rhein bei Koblenz aufgeschlagen. Die Landschaft so unmittelbar vor Augen, fängt er von hier oben faszinierende Stimmungen ein, und man kann an der Fülle der Arbeiten sehen, daß die Rheinlandschaft sein Thema ist ; ein von Traditionen beladenes
Thema zwar, das für ihn gleichwohl keine Last ist, sondern immer wieder seine Neugierde wachhält.

Die ständigen Veränderungen dieser ganz eigenen Flußlandschaft sind- und das schon seit vielen Jahren - immer noch eine Herausforderung für den Maler: Nebel, der vom Fluß aufsteigt, Rauchschwaden aus Häuserkaminen, Sonnenstrahlen, die eine graue Wolke durchbrechen, das Wasser des Flusses in all seinen Erscheinungsformen ; selbst die Kälte der Luft kann er in seinen Werken sichtbar und fühlbar machen. Ihn fasziniert dabei, daß diese Landschaft, insbesondere um Koblenz, sich nicht eindeutig zuordnen läßt, manchmal entstehen geradezu Bilder, die eher an italienische Impressionen erinnern.

In seinen Landschaften, aber auch in seinen Portraits fängt Andreas Bruchhäuser den Augenblick ein, ganz in der Tradition der Impressionisten, aber er geht weit darüber hinaus: die äußeren Erscheinungen sind für ihn Ausdruck einer inneren Wahrhaftigkeit.
Meisterhaft fängt er diese Stimmungen ein und setzt sie künstlerisch um. Andreas Bruchhäuser ist oft draußen in der Natur zu finden, mit Zeichenutensilien ausgestattet, egal bei welchem Wetter. Sonne, Regen oder Schnee - immer wieder ergeben sich neue Stimmungen und Farbklänge. Man findet beschauliche und dramatische Szenen in seinem Werk.

Selbst in einem verborgenen schäbigen Winkel eines kleinen Hinterhofes, der durch einen Lichtstrahl eine ganz eigene Atmosphäre erhält, erntdeckt er sein Motiv. Seine Landschaften haben etwas Mystisches an sich, wirklen wie Zauberwelten. Gekonnt geht Bruchhäuser mit der Farbe um, von den Stimmungen her erinnern die Werke oft an William Turner.


Bruchhäuser malt, was er real sieht, durch seine künstlerische Umsetzung erwacht das Motiv jedoch zu einem selbstständigen Leben. So entstehen keine Abziehbilder der Natur, sondern neue lebendige Welten.
So entstehen keine Abziehbilder der Natur, sondern neue lebendige Welten.

Die Pastellmalerei ist, so Bruchhäuser, sehr gut geeignet, um Stimmungen unmittelbar einzufangen, flüchtige Momente aufs Papier zu bringen. So hat er den Block und die Stifte immer schnell bei der Hand und skizziert bei meinem Besuch eine besondere Abendstimmung. Der Stift fliegt übers Papier, durch Wischen mit den Fingern werden Gefühle unvermittelt eingebracht, nichts liegt mehr zwischen Denken und Malen. Oft beginnt er eine Arbeit draußen in der Natur und arbeitet sie dann im Atelier aus.

Für die Leser von p&z ließ Andreas Bruchhäuser sich über die Schulter schauen und zeigt die Entstehung eines Pastells in verschiedenen Schritten.
Eins ist ihm wichtig zu betonen: Neben den eher technischen Dingen ist die Entscheidung für Format, Farbwahl und Ausschnitt nicht zuletzt auch abhängig von der künstlerischen Absicht. Andere Maler treffen andere Entscheidungen und verfolgen damit eine andere Aussage.
Die Farben und die Kombinationen daraus, die eine Stimmung ausdrücken sollen, muß man ganz einfach austesten, ebenso das Stiftmaterial, für das man sich entscheidet. Härtere Pastellstifte eignen sich sowohl für feines lineares Arbeiten als auch für breites Verwischen der Farben. Weichere dagegen sind ideal für akzentuiertes Setzen der hellsten und dunkelsten Farbenbereiche. Für den Einstieg ist es wichtig zu wissen, daß man aus einem mittleren Farbton und Grautönen heraus ins Kräftige, Hellere und Dunklere hin arbeitet.

Text: Tina Daners-Schöll
Den kompletten Text finden Sie in der
"Palette und Zeichenstift"

Ausgabe 6/2002 Nr.44




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